Was ist dein Warum?

Kennst du das, dass du dir die Frage stellst, wo es hingehen soll im Leben? Was deine Ziele sind? Was du erreichen willst? Wieso du dir selbst im Weg stehst? Soll ich dir mal ein ehrliches Geständnis machen? Ich kenne das zu gut. Denn ich stehe aktuell quasi permanent an diesem Punkt. Als ich jung war (und ja, das klingt komisch, wenn man das mit 29 Jahren schreibt ;)) waren meine Ziele einfach gestrickt. Ich sehnte mich nach einer Freundin, nach Kindern, einem Haus. Und ich war zum Teil oft niedergeschlagen, weil Punkt A für den Rest die Voraussetzung war und sich dieser nicht zu erfüllen schien. Als ich dann endlich in einer Beziehung war, war ich im Großen und Ganzen glücklich und zufrieden. Bis klar war, dass die Beziehung scheitern würde. Auf einmal stand ich alleine da. All die Vorstellungen, die ich insgeheim aufgebaut hatte, stürzten ein. Und das schlimmste an Allem: Ich wusste gar nicht richtig, wer ICH eigentlich bin. So lang hatte ich auf ein etwas hingearbeitet, dass letztendlich nichtig war.

Die große Planlosigkeit

Ich hatte nie wirklich Ziele. Hatte nie konkret vor Augen, was ich im Leben erreichen will. Außer vielleicht eine Frau und zwei Kinder zu haben. Aber sonst? Beruflich? Hobbytechnisch? Nichts. Nur eine große Leere und eine große Gleichgültigkeit. Es war mir schlicht und ergreifend egal. Für mich zählte nur mit einer Frau zusammen zu sein und alles für sie zu tun. Ich nahm mir keine Zeit, um über mein Leben nachzudenken und Pläne zu schmieden.

Jetzt, einige Zeit nach der Trennung, bin ich an diesem Punkt. Ich habe wenig bis keine Verpflichtungen (von der Arbeit einmal abgesehen) und genug Zeit mir über meinen zukünftigen Weg Gedanken zu machen. Aber weißt du was? Ich stehe trotzdem mit leeren Händen da. Denn das Denken ist mein Problem. Ich denke zuviel. Denke in 10.000 Richtungen und finde kein Ende. Drehe mich im Kreis. Lege mir selbst Steine in den Weg.

Wirre Gedankenspiele

Ich gucke Stunden über Stunden Youtube-Videos mit interessanten Ansätzen und wertvollen Tipps. Und dann denke ich: An diesem Punkt bin ich noch nicht. Wie soll ich das Umsetzen? Ist das wirklich was ich machen will? Oder ist nicht das hier viel interessanter? Bleibe ich bei dem, was ich aktuell schon „kann“ oder fange ich nochmal komplett was neues an?

Eine Sache, über die ich immer wieder stolpere in letzter Zeit, ist Folgendes: Wenn du im Leben erfolgreich sein willst und deine Ziele erreichen willst, solltest du dein Warum kennen.

Was ist dein Warum?

Diese Frage habe ich mir wieder und wieder gestellt. Und ich weiß es einfach nicht. Ich kann nicht genau definieren was mein Warum ist und blockiere mich dadurch selbst. Ja, ich würde gerne ein unbeschwertes Leben leben, weil ich mir erhoffe, dass ich mir dann weniger Gedanken mache. Aber ist das wirklich so? Und ist das dann schon mein Warum?

Manchmal denke ich mir, dass ich anderen Leuten zeigen möchte, dass sie mit ihren wirren Gedanken und einer immensen Gedankenflut, die sich immer nur im Kreis dreht, nicht alleine sind. Dass es genug andere Leute, wie mich gibt, bei denen es ebenso ist. Und gemeinsam mit ihnen daran arbeiten, diesen Umstand zu verbessern. Ihnen helfen über sich hinaus zu wachsen. Ist das vielleicht mein Warum?

Manchmal wäre ich gern ein großer Fotografie- und Photoshopkünstler, um das Gefühl zu haben im Leben etwas erreicht zu haben und Bewunderung zu bekommen. Externes Lob, weil ich mir selbst oft nicht genüge und hart mit mir ins Gericht gehe. Nie gut genug bin. Mich immer nur mit unerreichbar scheinenden Größen messe. Ist das vielleicht mein Warum?

Du erkennst mein Problem: Ich kann nicht genau sagen, was mein Warum ist. Weil ich zuviel reflektiere, meine Gedanken sich im Kreis drehen und ich an kein Ende komme. Sich immer neue Interpretationsmöglichkeiten auftun, die auch in Frage kommen könnten. Und ehrlich gesagt: Das macht mich zum Teil wahnsinnig. Schlimmer noch: Es hindert mich daran wirklich ins Handeln zu kommen.

Mit der Fotografie habe ich eine Leidenschaft wiederentdeckt, die mich schon eigentlich seit meiner Kindheit begleitet, die ich aber irgendwie im Lauf der Zeit vergessen habe. Die mich glücklich macht und mein Gedankenkarussel für einen Moment lang vergessen lässt. Die mich im Moment leben und einfach sein lässt.

An den Start kommen

Und dennoch sitze ich hier und frage mich, ob es wirklich das ist, was ich tun will, um glücklich zu sein. Oder ob ich mich nicht ohnehin nur mit den Großen messe und meine eigene Arbeit für unzureichend erachte, auch wenn sie für viele Menschen Kunst ist und bei Ihnen positive Emotionen weckt. Statt einfach mal zu machen. An den Start zu kommen. Curse hat in seinem Podcast „Coaching, Meditation & Life“ – den ich übrigens sehr empfehlen kann – neulich folgende Zeile von den Beginnern zitiert: Wir sind am Start und die Welt ist groß.

Vielleicht geht es darum. Vielleicht ist das im Moment mein Warum. Dass ich endlich an den Start komme, um mir im Spiegel gegenüberstehen zu können und mir mal keine Vorwürfe zu machen. Zu sagen: Junge, gut gemacht! Du gehst es an! Egal was passiert und was sich entwickelt, du hast einfach losgelegt und dich nicht in Gedanken verloren, was alles sein könnte und ob es perfekt und gut genug ist. Ich bin stolz auf dich! Rock on!

Gedanken zur Nacht

Danke, fürs Zuhören! Lass mir gerne Feedback da, wenn dich der Beitrag interessiert hat oder du dich in meinen kruden Gedanken wiedergefunden hast. Ich freu mich über jede Rückmeldung! Gerne über Instagram oder über getstarted@videxus.de.

Bis dahin: Nur das Beste!

Dein Robert a.k.a. Videxus

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