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Das Leben ist eine Reise…

Hast du schon mal einen Urlaub geplant ohne genau zu wissen was dein Reiseziel sein soll? Dich durch etliche Reisewebseiten gek√§mpft und L√§nder, Hotels und Preise verglichen? Wenn du mich fragst, ist das ganz sch√∂n nervenaufreibend. Irgendwann komme ich immer an den Punkt, an dem ich am liebsten alles an die Wand werfen w√ľrde. V√∂llig √ľberfordert mit der ganzen Auswahl. Es soll schlie√ülich alles perfekt werden, damit man m√∂glichst viele sch√∂ne Erinnerungen mit nach Hause nimmt.

Stillstand

Was der Urlaub im Kleinen ist, ist das Leben im Gro√üen. Auch hier macht man gern viele Pl√§ne. Malt sich aus, wie man leben m√∂chte. Pflegt gewisse Vorstellungen wie das Leben zu sein hat. Auch das kann ganz sch√∂n anstrengend sein. Vor allem, weil sich das Leben so meist nicht planen l√§sst. Es kommt st√§ndig was dazwischen, das die eigenen Pl√§ne durchkreuzt. Wenn man ein Kopfmensch ist, kann das schnell zur gro√üen Belastung werden. Dann passiert es schnell, dass man alle m√∂glichen Konsequenzen reflektiert, die das eigene Handeln auf das zuk√ľnftige Leben und zuk√ľnftige Entscheidungen haben k√∂nnte. Doch das f√ľhrt letztendlich zu einer einzigen Situation: Stillstand. Man verharrt an der Weggabelung, weil man Angst hat, man k√∂nnte den falschen Weg gehen. Will von Anfang an wissen, ob der Weg, den man betritt, der ultimativ richtige ist. Ob nicht doch Abzweigung drei von zehn besser w√§re. Man dreht sich im Kreis. Immer und immer wieder. Und das strengt unendlich an.

Von wogenden Wellen

Es gibt viele Sinnbilder, die einem helfen können dieses zwanghafte Planen etwas zu besänftigen. Eines der bekanntesten ist wohl das des Meeres mit seinen großen und kleinen Wellen. Je mehr man gegen den Strom und die Wellen ankämpft, umso schwerer und anstrengender ist es. Lässt man sich allerdings einfach treiben und nimmt die Wellen wie sie kommen, geht alles auf einmal viel leichter.

Genieße das Abenteuer

Eines, das mir besonders hilft, ist es das Leben einfach als Reise zu betrachten. Als Abenteuer. Als gro√üen Backpacking-Trip, bei dem du den gro√üen Rucksack mit all deinen Erfahrungen und Erinnerungen auf den Schultern tr√§gst. Du gehst einfach los, ohne Ziel, daf√ľr voller Sehnsucht und Freude und blickst dem was dich erwartet offen entgegen. Du bist auf deiner Reise nicht allein. Immer wieder begleitet dich jemand. Manche Personen begleiten dich ein gro√ües St√ľck des Weges, andere nur f√ľr ein kurzes Intermezzo und einige kreuzen deine Reiseroute sogar mehrfach. Auf deinem Weg sammelst du unendlich viele Eindr√ľcke und Momente: Fr√∂hliche, Traurige, Schmerzhafte, Gl√ľckselige, Ruhige und Impulsive. Und auch wenn du manchmal den Boden unter den F√ľ√üen verlierst ‚Äď wie bei einem Fallschirmsprung ‚Äď kannst du immer wieder die Rei√üleine ziehen, sicher auf dem Boden landen und zuversichtlich nach vorne blicken. Niemand schreibt dir vor, wohin du reisen sollst. Du hast jederzeit die Wahl wieder aufzubrechen und neue Orte zu erkunden, wenn es dir an dem, an dem du dich gerade befindest nicht mehr gef√§llt. Manchmal ist dazu gro√üe √úberwindung n√∂tig, gerade wenn man sich besonders h√§uslich eingerichtet hat und lange an einem Ort verweilt hat. Doch die restliche Welt steht einem jederzeit offen und erwartet einen mit offenen Armen. Man muss sich nur trauen.

Angst √ľberwinden, Gl√ľcksgef√ľhl erleben

Klar, das ist leichter gesagt als getan. Und in seiner Komfortzone f√ľhlt man sich ohnehin so geborgen. Doch das Gl√ľcksgef√ľhl, das einen durchstr√∂mt, wenn man diese verl√§sst und sich auf neue Abenteuer einl√§sst obwohl man Angst und Respekt davor hat, ist all das wert. Das schnelle Herzklopfen, das Kribbeln auf der Haut, die W√§rme die einen erf√ľllt.

Frag dich also nicht, was das Ziel deiner Reise ist, sondern vielmehr, welchen Ort du als nächstes sehen, welche Erfahrungen du machen und welchen Menschen du begegnen möchtest.

Und? Was sagt dein Herz?